Die neue Spielzeit der Elbland Philharmonie Sachsen steht unter dem Motto SEHNSUCHT I NATUR und wird mit Auftaktkonzerten in Meißen, Pirna, Radebeul und Freital eröffnet.             Unter Leitung von Chefdirigent Ekkehard Klemm wird die 4. Sinfonie Es-Dur „Romantische“ von Anton Bruckner erklingen. Die  Sinfonie erlebte am 20. Februar 1881 in ihrer zweiten Fassung ihre Uraufführung in Wien und zählt zu Bruckners populärsten Werken. Zudem wird im Dom zu Meißen sowie in der Marienkirche Pirna die Uraufführung von Wilfried Krätzschmars „Wir sind ein Teil der Erde – Erster Gesang aus Gesänge für Bariton und Orchester nach Worten von Häuptling Seattle“ erklingen. Der Bariton Andreas Scheibner wird dabei als Solist beim Orchester gastieren.

In der Lutherkirche Radebeul sowie in der Christuskirche Freital-Deuben wird neben Bruckners 4. Sinfonie „Der Wald – Konzert für Pauken und Orchester“ von Siegfried Matthus musiziert – einem der produktivsten deutschen Komponisten, dessen Todestag sich zum ersten Mal jährt. Anlass zu seiner Komposition bildete bereits 1984 „die programmatische Idee der Gefährdung und Zerstörung der Natur“ aus Sorge einer drohenden ökologischen Katastrophe. 1. Solo-Pauker Hendrik Gläßer wird in diesem Konzert anlässlich des ersten Todestages des Komponisten an den Pauken zu erleben sein.
Die Aufführung von Werken regionaler Komponisten bildet seit vielen Jahren ein zentrales Anliegen des Orchesters und betont die Verantwortung gegenüber der musikalischen  Verankerung im großen Spielgebiet des Klangkörpers.

ANDREAS SCHEIBNER

Andreas Scheibner wurde in Dresden geboren, wo er Mitglied des Dresdner Kreuzchores war, später an der Musikhochschule studierte und ab 1983 als Solist an der Sächsischen Staatsoper wirkte. Seit 1992 ist er freischaffend tätig. Zu seinem umfangreichen Repertoire gehören Partien wie Figaro („Il barbiere di Siviglia“), Pizarro („Fidelio“), Wolfram („Tannhäuser“), Amfortas („Parsifal“), Graf („Capriccio“) sowie die Titelpartien in Don Giovanni, Eugen Onegin oder Wozzeck. Gastspiele führten Andreas Scheibner u. a. an die Staatsoper Wien und das Theater an der Wien, die Oper Bonn, das Staatstheater Wiesbaden, das Théâtre Royal de la Monnaie Bruxelles, das Teatro Lirico Cagliari, an die Opéra National de Paris sowie zu den Schwetzinger Festspielen. Dabei arbeitete er mit namhaften Dirigenten wie Claudio Abbado, Luciano Berio, Colin Davis, Christoph Eschenbach, Gabriele Ferro, Leopold Hager, Fabio Luisi, Ingo Metzmacher, Christof Prick, Peter Schneider, Peter Schreier und Giuseppe Sinopoli zusammen. An der Staatsoperette sang Andreas Scheibner bereits den Escamillo in „Carmen“ und im Neujahrskonzert 2015 („Straussiana“).

HENDRIK GLÄßER

Prof. Hendrik Gläßer war Schüler am Musikgymnasium Schloss Belvedere Weimar und studierte nach seinem Abitur in Weimar und in München. Dabei prägten im Besonderen Prof. Dr. Dr. hc. Peter Sadlo, Prof. Punto und Prof. Lutz seinen künstlerischen Werdegang. Hendrik Gläßer war Stipendiat des Deutschen Musikrates und Preisträger mehrerer Wettbewerbe.
Nach seinem ersten Engagement an der Thüringen Philharmonie Gotha-Suhl im Jahr 1999 als Solo-Schlagzeuger, wechselte er in selbiger Position 2002 an die Landesbühnen Sachsen, wo er sich 2006 die Stelle des Solo-Paukers erspielte. Seit 2012 ist Hendrik Gläßer Solo-Pauker in der Elbland Philharmonie Sachsen.
Hendrik Gläßer unterrichtete über 15 Jahre als Hauptfachlehrer Studierende an der Hochschule für Musik „Carl Maria von Weber“ Dresden und Spezialschüler des Landesgymnasiums für Musik Dresden in allen Bereichen des Schlagwerks. In den Jahren 2013-2019 führte er eine gemeinsame Hauptfachklasse mit Prof. Dominic Oelze (Staatskapelle Berlin). 2014 wurde er aufgrund seiner ausgezeichneten Leistungen zum Honorarprofessor ernannt. Neben zahlreichen Substituten-Stellen gewannen seine Studierenden 14 Akademiestellen in renommierten Orchestern sowie zahlreiche Festanstellungen, erhielten Stipendien und sind Preisträger zahlreicher Wettbewerbe.
Seit 2011 arbeitet Hendrik Gläßer regelmäßig mit dem Sächsischen Musikrat zusammen und betreut u.a. als Dozent junge Schlagzeugerinnen und Schlagzeuger in der Landesmusikakademie Sachsen.
Neben der Orchesterarbeit ist Hendrik Gläßer kammermusikalisch im Percussion-Duo aktiv tätig. Im Jahr 2018 wurde er zum Kammermusiker ernannt.

PROGRAMM

Anton Bruckner
4. Sinfonie Es-Dur (WAB 104)

Wilfried Krätzschmar (zu hören im Dom zu Meißen und in der Marienkirche Pirna)
„Wir sind ein Teil der Erde“
Erster Gesang aus Gesänge für Bariton und Orchester nach Worten von Häuptling Seattle URAUFFÜHRUNG

SOLIST
Andreas Scheibner

Siegfried Matthus (zu hören in der Lutherkirche Radebeul und in der Christuskirche Freital-Deuben)
Der Wald
Konzert für Pauken und Orchester

SOLIST
Hendrik Gläßer

DIRIGENT
Ekkehard Klemm

 

KONZERT – UND TICKETINFORMATIONEN

Sonntag, 11.September 2022, 17.00 Uhr im Dom zu Meißen
Ticketinformationen erhalten Sie in Kürze auf unserer Homepage.

Donnerstag, 15. September 2022, 18.00 Uhr in der Marienkirche Pirna
Tickets erhalten Sie bei der Elbland Philharmonie Sachsen 03525 72260, online unter hallo.etix.com/eps, in allen DDV Lokalen, SZ-Treffpunkten sowie an der Abendkasse.

Freitag, 10. September 2022, 19.30 Uhr in der Lutherkirche Radebeul
Tickets erhalten Sie an den Landesbühnen Sachsen 0351 8954 214, online über den Ticketshop der Landesbühnen Sachsen sowie an der Abendkasse.

Sonntag, 25. September 2022, 17.00 Uhr in der Christuskirche Freital-Deuben
Tickets erhalten Sie bei der Elbland Philharmonie Sachsen 03525 72260, online unter hallo.etix.com/eps, in allen DDV Lokalen, SZ-Treffpunkten sowie an der Abendkasse.