„Hölle und Paradies“ – warum Extreme in der Musik so faszinieren
9. Februar 2026 |

Kaum ein Gegensatz ist so stark wie der zwischen Himmel und Hölle. Licht und Dunkelheit, Erlösung und Verführung, Schönheit und Abgrund – diese Extreme haben Künstler seit Jahrhunderten inspiriert. Auch Komponisten griffen immer wieder zu religiösen, mythologischen und jenseitigen Motiven, um große Gefühle, Dramatik und Spannung musikalisch auszudrücken.
Das Unterhaltungskonzert „Hölle und Paradies“ nimmt diese Gegensätze auf und macht sie hörbar. Von teuflischer Virtuosität bis zu göttlicher Innigkeit spannt sich ein weiter Bogen: Schuberts düstere Opernklänge, Puccinis Hexensabbat, Saint-Saëns’ tanzender Tod und Tartinis legendäre „Teufelstriller“-Sonate stehen Werken gegenüber, die Trost, Schönheit und Erhebung verkörpern – etwa Gounods „Ave Maria“ oder Massenets zarte „Méditation“.
Besonders reizvoll ist dabei der Perspektivwechsel: Nicht jede „Hölle“ klingt bedrohlich, nicht jedes „Paradies“ ist still. Oft blitzen Ironie, Tanzlust und Lebensfreude auf – etwa im berühmten Can Can aus Offenbachs „Orpheus in der Unterwelt“ oder in Strauss’ frecher „Luzifer-Polka“.
Mit Hermes Helfricht am Pult und Florian Mayer als Solist und Moderator wird das Konzert zu einer musikalischen Reise, die Wissen, Humor und große Klangmomente verbindet. Zwischen Erzählen und Musizieren entsteht ein lebendiger Dialog, der klassische Musik nahbar und spannend macht.
„Hölle und Paradies“ zeigt: Gerade in den Extremen liegt die besondere Kraft der Musik – sie berührt, überrascht und bleibt lange im Gedächtnis.
Programm
Franz Schubert
Ouvertüre zur Oper „Des Teufels Lustschloß“ D 84
Jules Massenet
Méditation aus der Oper „Thaïs“
Giacomo Puccini
Hexensabbat „La Tregenda“ aus dem 2. Akt der Oper „Le Villi“
Johann Strauss Sohn
Luzifer Polka, Polka schnell, Op. 266
Giacomo Meyerbeer
Robert le diable (deutsch: Robert der Teufel)
Ouvertüre and Introduktion
Camille Saint Säens
Danse Macabre (dt. „Totentanz“), op. 40
Jaques Offenbach
„Galop infernal“ / Can Can“ aus „Orpheus in der Unterwelt“
Charles Gounod
„Ave Maria“
für Violine und Orchester
Christoph Wilibald Gluck
Tanz der Furien aus „Orfeo ed Euridice“
Solist
Florian Mayer (Moderation & Violine)
Dirigent
Hermes Helfricht
Termine
So., 17:00 Uhr | 15. März 2026 | Kulturschloss Großenhain
Fr., 18:00 Uhr | 20. März 2026 | Stadthalle „stern“ Riesa
So., 16:00 Uhr | 22. März 2026 | Theater Meißen












