Das Orchester

Orchesterbiografie der Elbland Philharmonie Sachsen

Die Elbland Philharmonie Sachsen entstand am 1. August 2012 aus der Vereinigung zweier regionaler Theater- und Stadtorchester. Der neue Klangkörper vereint seither 78 Musikerinnen und Musiker der Neuen Elbland Philharmonie sowie des ehemaligen Orchesters der Landesbühnen Sachsen.

Von 2006 bis 2017 prägte Christian Voß als Generalmusikdirektor und Chefdirigent die künstlerische Entwicklung des Orchesters. Im Jahr 2013 wurde Carola Gotthardt zur Geschäftsführerin berufen. Im Sommer 2017 übernahm Ekkehard Klemm das Amt des Chefdirigenten und leitete die Elbland Philharmonie Sachsen bis einschließlich der Spielzeit 2024/25. Dem Orchester bleibt er darüber hinaus als Ehrendirigent eng verbunden.

Seit der Spielzeit 2025/26 steht Hermes Helfricht als Chefdirigent an der Spitze der Elbland Philharmonie Sachsen.
Hermes Helfricht zählt zu den profiliertesten Dirigenten seiner Generation. Sein breit gefächertes Repertoire reicht von barocken Werken bis zu zeitgenössischen Uraufführungen; besondere Aufmerksamkeit erlangte er mit vielfach ausgezeichneten Wiederentdeckungen vergessener Opern. Seit der Spielzeit 2025/26 ist er Chefdirigent der Elbland Philharmonie Sachsen und Generalmusikdirektor des Theater Erfurt.

Heute ist die Elbland Philharmonie Sachsen als Orchester des Kulturraums Meißen – Sächsische Schweiz – Osterzgebirge in Theatern, Stadthallen, Kirchen und Kulturhäusern rund um die Landeshauptstadt Dresden präsent. Zu den festen Spielstätten zählen die Stadthalle „stern“ Riesa, die Marienkirche Pirna, das Theater Meißen sowie das Stammhaus der Landesbühnen Sachsen in Radebeul. Gastspiele führen das Orchester regelmäßig zu den Dresdner Musikfestspielen und in das Gewandhaus zu Leipzig.

Das Programm der Elbland Philharmonie Sachsen umfasst jährlich über 200 Konzerte und reicht von anspruchsvoller Sinfonik bis zu unterhaltenden Formaten. Ergänzt wird das Angebot durch zahlreiche Schul-, Kammermusik- sowie Kinder- und Jugendprojekte wie Musik im Klassenzimmer, The Legend of Hip Hop oder Unten im Meer. Darüber hinaus begleitet das Orchester Kirchenchöre der Region bei chorsinfonischen Projekten und Oratorienaufführungen.

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Orchesterfoto: © Chris Ludwig / www.neo.drei.de

Ein fester Bestandteil des Spielplans ist zudem die Mitwirkung der Elbland Philharmonie Sachsen an den Musiktheaterproduktionen der Landesbühnen Sachsen in Radebeul und im gesamten Freistaat. Dabei präsentiert das Orchester ein breit gefächertes Repertoire, das vom Musical über Oper und Operette bis hin zu Raritäten der Barockoper und zeitgenössischer Kammeroper reicht.

Zur Geschichte

In der heutigen Elbland Philharmonie Sachsen finden Musiker aus vier Orchestern eine künstlerische Heimat. Alle im Klangkörper vereinigten Orchester wurden nach dem 2. Weltkrieg gegründet.

Das Stadtorchester der Stadt Riesa deckte schon damals eine Bandbreite von der leichten Muse über Tanzmusik bis zu Sinfoniekonzerten ab. In diesen Veranstaltungen traten u. a. der Dresdner Generalmusikdirektor Rudolf Neuhaus, Kammersänger Theo Adam und der Pianist Peter Rösel auf.

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Orchesterfoto: © Chris Ludwig / www.neo.drei.de

Das Staatl. Kreiskulturorchester Pirna entstand im Jahr 1953 und wurde später in Sinfonieorchester Pirna umbenannt. Andreas Grohmann war dem Orchester seit dem Jahr 1989 eng verbunden, im Jahr 1998 ernannte man ihn zum dortigen Musikdirektor. Zahlreiche Uraufführungen, chorsinfonische Projekte sowie die CD-Einspielung der „Großsedlitzer Parkmusik“ von Hans-Hendrik Wehding trugen zur Bekanntheit des Orchesters bei.

Das Orchester der IG Wismut war auf gehobene Unterhaltungsmusik spezialisiert. Die Tanzmusik der Big Bands sowie Operettenmelodien wurden für den Klangkörper in ein zeitgemäß-symphonisches Gewand arrangiert. Das Orchester spielte über Jahre im Fernsehen der DDR, u. a. zur Weihnachtssendung „Zwischen Frühstück und Gänsebraten“. Diese drei Orchester bildeten die Neue Elbland Philharmonie.

Das Orchester der Landesbühnen entstand im Jahr 1945 als Opernorchester in Dresden. Durch den Umzug der damaligen Landesbühnen nach Radebeul erhielt das Orchester eine neue feste Spielstätte.

Seit 1956 begleitet das Orchester die Oper „Der Freischütz“ auf der Felsenbühne Rathen. Klaus Tennstedt – der spätere Chefdirigent des London Philharmonic Orchestra – prägte ab 1958 als Generalmusikdirektor das Orchester der Landesbühnen. Danach standen u.a. Alexander von Brück und Michelle Carulli als Chefdirigenten am Pult.

Die Elbland Philharmonie Sachsen kann somit auf eine lange Tradition als Konzert- und Musiktheaterorchester zurückblicken.