Felix Klieser: Musik beginnt dort, wo Grenzen keine Rolle spielen

29. September 2026 | 

Felix Klieser © Maike Helbig

Ein Hornkonzert von Richard Strauss, Mendelssohns monumentale „Reformations-Sinfonie“ und dazwischen die ganz persönliche Geschichte eines außergewöhnlichen Musikers: Bei „Klieser spielt Strauss“ begegnet das Publikum Felix Klieser nicht nur als Solisten, sondern auch als Autor und Erzähler.

Wenn Felix Klieser die Bühne betritt, steht zunächst die Musik im Mittelpunkt. Bereits mit vier Jahren begann er Horn zu spielen, mit 13 wurde er Jungstudent an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover. Inzwischen gastiert er mit renommierten Orchestern und auf internationalen Konzertbühnen, war bei den BBC Proms in der Royal Albert Hall zu erleben und wurde unter anderem mit dem ECHO Klassik und dem Leonard Bernstein Award ausgezeichnet.

Im Oktober ist Felix Klieser nun bei der Elbland Philharmonie Sachsen zu Gast. Unter der Leitung von Chefdirigent Hermes Helfricht ist er in Richard Strauss’ 2. Hornkonzert Es-Dur zu erleben – einem Werk, mit dem der Komponist nach mehr als sechs Jahrzehnten noch einmal zu jener Gattung zurückkehrte, die am Beginn seiner Karriere eine wichtige Rolle gespielt hatte.

Strauss und das Horn – eine besondere Verbindung

Das Horn war für Richard Strauss eng mit seiner eigenen Familiengeschichte verbunden: Sein Vater Franz Strauss galt als einer der bedeutenden Hornisten seiner Zeit und war Solohornist des Münchner Hofopernorchesters. Ihm hatte der erst 18-jährige Richard Strauss sein erstes Hornkonzert gewidmet. Mehr als 60 Jahre später entstand 1942 das zweite Konzert. Seine Uraufführung erlebte es am 11. August 1943 bei den Salzburger Festspielen mit Gottfried von Freiberg und den Wiener Philharmonikern unter Karl Böhm.

Für Felix Klieser bietet das Werk Gelegenheit, die enorme klangliche Bandbreite seines Instruments hörbar zu machen – zwischen lyrischen, beinahe kammermusikalischen Momenten und virtuosen Passagen.

Ein Konzertabend wird zur persönlichen Begegnung

Doch „Klieser spielt Strauss“ endet nicht bei der Musik. Zwischen Strauss und Mendelssohn wechselt Felix Klieser die Rolle: vom Solisten zum Erzähler. Er liest aus seinem 2024 erschienenen Buch „Stell dir vor, es geht nicht, und einer tut es doch“.

Darin beschäftigt er sich mit seinem eigenen Lebensweg und mit einer Haltung, die seine Karriere von Beginn an geprägt hat: sich nicht vorschnell von vermeintlichen Grenzen bestimmen zu lassen. So entsteht ein Konzertabend, der Musik und persönliche Erfahrungen unmittelbar miteinander verbindet.

Nach der Pause gehört die Bühne wieder der Elbland Philharmonie Sachsen. Mit Felix Mendelssohn Bartholdys 5. Sinfonie, der „Reformations-Sinfonie“, steht ein Werk auf dem Programm, in dem Musikgeschichte und Glaubensgeschichte aufeinandertreffen. Im Finale greift Mendelssohn Martin Luthers Choral „Ein feste Burg ist unser Gott“ auf und entwickelt ihn zum zentralen musikalischen Gedanken des Satzes.

Drei Abende zwischen Musik und Lebensgeschichte

„Klieser spielt Strauss“ ist damit klassisches Konzert und persönliche Begegnung zugleich. Im Anschluss an die Konzerte nimmt sich Felix Klieser Zeit für eine Signierstunde; Bücher und CDs sind vor Ort erhältlich.

Zu erleben ist das Programm an drei Orten:

Donnerstag, 22. Oktober 2026 | 18.00 Uhr
Marienkirche Pirna
Tickets

Freitag, 23. Oktober 2026 | 18.00 Uhr
Stadthalle „stern“ Riesa
Das Konzert in Riesa wird präsentiert von FERALPI STAHL.
Tickets

Sonntag, 25. Oktober 2026 | 17.00 Uhr
Kulturschloss Großenhain
Tickets

Felix Klieser Horn & Lesung
Hermes Helfricht Dirigent

Ticketinformationen
Tickets für das Konzert in Pirna sind bei der Elbland Philharmonie Sachsen unter Tel. 03525 72260, per E-Mail an ticket@elbland-philharmonie-sachsen.de, online unter hallo.etix.com/eps sowie bei den etix-Vorverkaufsstellen erhältlich.

Karten für Riesa sind in der Riesa Information, bei den bekannten Vorverkaufsstellen sowie online über die Stadthalle „stern“ und Eventim erhältlich. Das Konzert in Riesa wird von FERALPI STAHL präsentiert.

Tickets für Großenhain sind beim Kulturzentrum Großenhain an der „KASSE AM SCHLOSS“, Tel. 03522 505555, per E-Mail an info@kulturzentrum-grossenhain.de sowie über Reservix erhältlich.

Es wird bei allen drei Konzerten eine Abendkasse geben.

Beitrag jetzt teilen