MUSIKTHEATER

Die Elbland Philharmonie Sachsen begleitet als Opernorchester die Musiktheaterproduktionen der Landesbühnen Sachsen.

Den kompletten Spielplan sowie Informationen zum Kartenvorverkauf erhalten Sie auf der Homepage der Landesbühnen Sachsen.

Oper

 
                                                                                                                                                                                                                                             
  Foto: Martin Reißmann

Hänsel und Gretel

Märchenoper von Engelbert Humperdinck (ab 6)

Seit seiner Uraufführung 1893 in Weimar erfreut sich das klangpoetische Märchen anhaltender Beliebtheit: In der Familie von Hänsel und Gretel herrscht große Not. Statt jedoch den Eltern beim Binden von Besen und Stricken von Strümpfen zu helfen, macht es den Geschwistern natürlich viel mehr Spaß, zu tanzen und zu singen. Zur Strafe von der Mutter nach Beeren in den Wald geschickt, nehmen es Hänsel und Gretel auch hier mit ihrer Aufgabe nicht so genau, bis sie sich schließlich im abendlichen Wald verlaufen und in den Bannkreis der berüchtigten Knusperhexe Rosina Leckermaul geraten. Nun ist guter Rat teuer, denn die Hexe will den beiden ans Leben! In der Gefahr allerdings beweisen die Geschwister außerordentlichen Mut, helfen sich gegenseitig, die Hexe zu besiegen und befreien dazu noch all die verloren geglaubten Kinder aus dem Lebkuchenzaun.

„Ein zauberhafter Märchenabend.“ Frankenpost

                                                                                                                                                                                                                                   Foto: Hagen König
Philemon und Baucis
Marionetten-Oper von Joseph Haydn

Eine Kooperation mit dem Deutsch-Sorbischen Volkstheater Bautzen

Ein Blitz tötet an ihrem Hochzeitstag die Braut Narcissa und Aret, den geliebten Sohn des alten Ehepaares Philemon und Baucis.
Es ist Jupiter, der an den Reaktionen der Menschen auf dieses Un- wetter erkennen will, wer ihm sein Vertrauen schenkt und treu ist. Mit Merkur reist er zur Erde und kehrt – als Pilger verkleidet – in die karge Hütte von Philemon und Baucis ein …

Dieses selten gespielte Werk wird in einer Kooperation mit dem Puppentheater des Deutsch-Sorbischen Volkstheaters Bautzen zu neuem Leben erweckt, in »altem« musikalischen Glanz mit dem „Ensemble Charpentier“, das auf historischen Instrumenten musiziert, und mit großen Marionetten, die auf der Barockbühne agieren.

„Ein Fest für Augen, Ohren, Herz und Sinn.““  DRESDNER NEUESTE NACHRICHTEN 

 

Die Elbland Philharmonie Sachsen ist traditionell im Galaprogramm des Bühnenballs der Landesbühnen Sachsen zu erleben.

Operette

 

                                                                                                                                                                                                                                                            Foto: Hagen König

Eine Nacht in Venedig

Operette in drei Akten von Johann Strauss
Libretto von Camillo Walzel (Pseudonym: Friedrich Zell) und Richard Genee

Die Ankunft der Herzogs von Urbino beim alljährlichen Karneval sorgt in Venedig für Aufregung, denn dieser große Herr ist als ein ebenso großer Verführer bekannt. Besonders Senator Delaqua muss um die Ehre seiner Frau Barbara fürchten, auf die der Herzog ein Auge geworfen hat. Sicherheitshalber plant der Senator deshalb, Barbara aus der Stadt bringen zu lassen, doch Barbara hat für den Karneval ihren eigenen Plan: Um sich heimlich mit ihrem Liebhaber treffen zu können, tauscht sie mit Ihrer Vertrauten Annina den Domino und so folgt dem Lockruf „Komm in die Gondel“ eine falsche Barbara, was bald zu erheblichen emotionalen Verwirrungen führt, die typisch sind für diese turbulente venezianische Nacht.

Ein großes Verkleidungs- und Verwechslungsspektakel mit den bekannten und beliebten Melodien des Walzerkönigs Johann Strauß!

„Ein echter Publikumsmagnet.“ DRESDNER NEUESTE NACHRICHTEN

                                                                                                                                                                                                                         Foto: Pawel Sosnowski

Inselzauber

Doppelabend: Die Insel Tulipatan von Jacques Offenbach und Trouble in Tahiti von Leonard Bernstein
 

Offenbachs turbulent-frivoler Einakter von 1868, in dem vertauschte Geschlechteridentitäten der Verliebten zu Verwirrungen führen, mündet schließlich in ein glückliches Finale. Allein deshalb könnte die Operette womöglich die Vorlage für einen rührseligen Streifen à la Hollywood abgeben.

In einem solchen sitzt Dinah in Bernsteins Einakter von 1952, und gerät angesichts des Inselzaubers, den der Film „Trouble in Tahiti“ verbreitet, tatsächlich ins Träumen. Denn ihre Ehe mit Sam steckt nach 10 Jahren, wo längst jeder seiner eigenen Wege geht, in einer ernsten Krise. Aufgelockert wird Bernsteins melancholisch gefärbte Kurzoper allerdings durch ein Jazz-Trio, welches das Geschehen bittersüß kommentiert.

Cross-Dressing und Crossover versprechen an diesem Abend ein außergewöhnliches Vergnügen!

Jacques Offenbach
Die Insel Tulipatan
Operette in einem Akt
Libretto von Henri Charles Chivot und Alfred Duru
Fassung für Kammerorchester von Hans-Peter Preu
Deutsch von Emil Pohl

Trouble in Tahiti
Oper in sieben Bildern
Libretto von Leonard Bernstein
Fassung für Kammerorchester von Garth Edwin Sunderland
Deutsche Textfassung von Paul Esterházy


                                                                                                                                                                                                                                   Foto: Hagen König

Im weissen Rössl

Singspiel von Ralph Benatzky, Fassung „Bar jeder Vernunft“
– gekürzte Fassung mit Klavier –
                                                                                                                                                                                                            

 „Die ganze Welt ist himmelblau“ singt die Berliner Urlauberin Ottilie ihrem frisch verliebten Anwalt Otto Siedler ins Ohr. Leopold, der in seine Chefin Josepha Vogelhuber verliebte Zahlkellner des Nobelhotels am Wolfgangsee seufzt „Zuschau´n kann ich net…“. Ein Spreeathener Hemdhosenfabrikant erhält zum eingeklagten Patent mit der geknöpften Hemdhose gratis als Zugabe den Anwaltsschwiegersohn und der schöne Sigismund findet sein lispelndes Klärchen. Zum Finale sind alle glücklich vereint und wissen: „Im weißen Rössl am Wolfgangsee, da steht das Glück vor der Tür!“


„Mit so lustvollem Spiel wie Gesang schmeißen sich die zehn Mitglieder des Ensembles in die schlichte Dramatik des Stücks.“
 
DRESDNER NEUESTE NACHRICHTEN


                                                                                                                                                                                                                       Foto: Pawel Sosnowski

Pariser Leben      

Operette von Jacques Offenbach   

Die Operette zählt neben ORPHEUS IN DER UNTERWELT und der SCHÖNEN HELENA zu den erfolgreichsten Werken des Komponisten, der hier mit seinen Librettisten Henri Meilhac und Ludovic Halévy einen spöttischen Blick wirft auf das Klischee, das die Touristen aller Welt von Paris haben als einer Metropole des Champagner-Rausches und der lockeren Sitten.

Anders als ein reicher Mexikaner, der sein Geld jedes Jahr in der Stadt an der Seine verjubelt, reisen ein wohlhabender schwedischer Baron und seine Gattin aus dem kühlen Norden erstmals nach Paris, um sich – wie sie heimlich planen – durchaus nicht immer gemeinsam zu vergnügen!
Als Fremdenführer bieten sich ihnen die mittellosen Lebemänner Gardefeu und Bobinet an: Um an Geld und die hübsche Schwedin heranzukommen, erklärt Gardefeu kurzerhand seine Wohnung zu einer Filiale des „überbuchten“ Grandhotels und einen Tag später verwandelt sich Freund Bobinet in einen „Admiral“, um in den Räumlichkeiten einer verreisten Tante ein großes Fest zu geben – mit der verkleideten Dienerschaft als „Hautevollee“.
Natürlich fliegt der Schwindel auf, doch schließlich verzichtet der schwedische Baron auf ein Duell mit seinen Gastgebern: Denn wie der Mexikaner seinen Maskenball, hat auch er das „Paris seiner Träume“ finanziell mitinszeniert und sich wie alle Beteiligten beim Feiern zur Musik dieser berauschenden Offenbachiade prächtig amüsiert!

Musical


                                                                                                                                                                                                                         Foto: Pawel Sosnowski

Sunday in the park with George

Musik und Songtexte von Stephen Sondheim
Buch von James Lapine
Neue deutsche Übersetzung von Robin Kulisch (2019)

Das Musical, das den bildenden Künstler ins Zentrum der Betrachtung stellt – als einsamen Schöpfer auf der einen und als surrendes Rädchen im überdrehten Kunstbetrieb auf der anderen Seite –, überspannt 100 Jahre Kulturgeschichte:
Im 1. Akt begegnen wir 1884 in Paris dem neoimpressionistischen Maler Georges Seurat, der mit lebenden Modellen sein berühmtes Gemälde „Ein Sommernachmittag auf der Insel La Grand Jatte“ komponiert. Doch so harmonisch, wie dem Betrachter das Bild erscheint, gestaltet sich dessen Entstehungsprozess für den Künstler nicht: Dot, Seurats Geliebte, die von ihm ein Kind erwartet, verlässt ihn und geht mit ihrem neuen Freund nach Amerika.
Im 2. Akt findet die Handlung 1984 in den USA ihre Fortsetzung: Der Multimedia-Künstler George – der Urenkel Seurats – hat zum 100jährigen Jubiläum des Park-Bildes eine Installation geschaffen, mit der er nach Paris geladen wird. Aus der Rückbesinnung auf seine künstlerischen Wurzeln zieht er Inspiration und neue kreative Impulse.

Musikalisch ließ sich Sondheim von den französischen Impressionisten ebenso inspirieren wie von den Serialisten Philip Glass und Steve Reich. Seine farbig-filigrane und hoch-emotionale Partitur zum Kunstexkurs ist dennoch ein echter Sondheim, der vor allem an Humor nicht spart.

„Das Werk erhielt die meisten Auszeichnungen, die je einem Musical verliehen wurden.“  MUSIK UND BÜHNE

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